By Dipl.-Ing. H. Haacke (auth.), Erster Baudirektor a. D. Prof. Dr.-Ing. Arved Bolle, Baudirektor Dipl.-Ing. Reinhart Kühn (eds.)

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Entzifferung Verschollener Schriften und Sprachen

In der Geistesgeschichte der Menschheit ist die Wende yom 18. zum 19. Jahrhundert nicht weniger bedeutsam als die yom 15. zum sixteen. , mit der herkommlich-schematisch der Obergang yom Mittelalter zur Neuzeit bezeichnet wird. 'Waren es um 1500 Ent deckungen und Renaissance, die dem menschlichen Erkennen und Denken neue Gestalt gab en, so ist auch die Zeit um 1800 herum - ganz abgesehenvon dem damals beginnenden Umbruch des po litischen Denkens - gekennzeichnet durch eine ganze Reihe um walzender neuer Erkenntnisse, vor aHem in Naturwissenschaft und Technik und, mit der Technik zusammenhangend, im Verkehr, die es rechtfertigen konnten, auf den genannten Gebieten die Neu zeit etwa mit dem Jahre 1800 anbrechen zu lassen.

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Mai bis 22 Juli 1938 konnte er sich nun in Land und Stadt, vom Land her und vom Wasser her umsehen, Persönlichkeiten vieler Zuständigkeiten kennenlernen und sich so sachliche und personelle Voraussetzungen für seinen komplizierten und umfassenden Auftrag schaffen. Das Entgegenkommen war groß, die Arbeisatmosphäre gut, das Land mit seinen ganz andersartigen Verkehrs- und \Virtschaftsverhältnissen voller Reiz. Außer einer Empfehlung der Regierung, wo der neue Hafen etwa liegen sollte, waren keinerlei Richtlinien für die Planung gegeben, was die Verantwortung des Beraters vergrößerte.

Er sollte die bremische Bauverwaltung reorganisieren. Es war eine Aufgabe, bei der er auf keinen befriedigenden Abschluß hoffen konnte, weil ein solcher nicht in seiner Hand lag sondern bei politischen Instanzen, die möglicherweise andere Gesichtspunkte entscheiden lassen würden als diejenigen eines Ingenieurs. So ist es dann auch gekommen. Der Auftrag wurde am 30. Oktober 1953 erteilt, ohne daß man vorher mit ihm Fühlung genommen hatte. Er sollte ein Jahr lang aus der Hafenbauverwaltung ausscheiden, die ihm liebgeworden war.

Der Hafen war also schon wieder ziemlich funktionsfähig. Das war in vielen Hinsichten nicht nur ein Vorteil, sondern die Rettung. Denn es ist eine alte Regel im Verkehrsleben, daß ein Verkehr, der nicht oder nicht gefällig angenommen wird und deshalb abwandert, kaum jemals wiedergewonnen werden kann. Hätte sich Bremen in diesen Anfangsjahren, als der Verkehr erstaunlich früh und lebhaft wieder zu fließen begann, wegen der Beeinträchtigung seiner Leistungsfähigkeit dem Seeverkehr verweigern müssen, wäre dieser Schaden kaum wiedergutzumachen gewesen.

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